Miet- und Pachtrecht

Im Miet- und Pachtrecht wird dem Mieter während der Mietzeit der Gebrauch der Mietsache überlassen, während der Pächter zusätzlich den Genuss der Früchte, soweit sie nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft als Ertrag anzusehen sind, während der Pachtzeit erhält. Mieter und Pächter haben für die Dauer, in der das Miet- und Pachtrecht ausgeübt wird, die vereinbarte Miete bzw. Pacht zu zahlen.

Der Hauptfall im Miet- und Pachtrecht ist der Mietvertrag über Wohnraum, für den zusätzlich besondere Regeln gegenüber dem “allgemeinen” Miet- und Pachtrecht gelten.

Bei Pachtverträgen, die sich z.B. auf eine Jagd- oder Fischereipacht beziehen, können noch andere Vorschriften (z.B. das Bundesjagdgesetz) anzuwenden sein. Trotzdem handelt es sich bei Pachtverträgen oft um eine Kombination aus Miet- und Pachtrecht, weil mit der Pacht oft auch gewerblich genutzte Räume vermietet werden, z.B. bei der Hotel- und Gaststättenpacht.