Erbrecht

Das Erbrecht regelt, welche zivilrechtlichen Folgen der Tod eines Menschen hat.

Im deutschen Erbrecht gilt die Gesamtrechtsnachfolge, das heißt, der Erbe/die Erben tritt/treten mit dessen Tod in (nahezu) alle Rechte und Pflichten des Erblassers ein.

Grundsätzlich kann jeder zu Lebzeiten durch Testament oder Erbvertrag festlegen, wer sein Erbe/seine Erben sein soll/sollen. Er kann dem Erben nach dem deutschen Erbrecht auch Auflagen erteilen oder andere Verpflichtungen für den Umgang mit dem Nachlass auferlegen, z.B. durch ein Vermächtnis.

Hat der Erblasser nicht festgelegt, wer sein Erbe sein soll, dann bestimmt das Erbrecht den gesetzlichen Erben. Gesetzlicher Erbe ist/sind die Person bzw. die Personen, die mit dem Erblasser am nächsten verwandt und/oder mit ihm bei Eintritt des Todes verheiratet war(en).

Wer nach dem Erbrecht gesetzlicher Erbe geworden wäre, aber wegen eines Testaments oder Erbvertrages nicht Erbe wurde, kann in der Regel einen Pflichtteilsanspruch gegen den Erben geltend machen, der dem Wert der Hälfte seines gesetzlichen Erbteils entspricht.