Nebenklage

Der Geschädigte einer Straftat kann die Nebenklage erheben, indem er sich der Anklage, die die Staatsanwaltschaft gegen den Beschuldigten erhebt oder erhoben hat, anschließt.

Der Geschädigte einer Straftat hat durch die Nebenklage die Möglichkeit, in eigener Rechtsposition an dem Strafverfahren und der Hauptverhandlung teilzunehmen, eigene Anträge zu stellen und Einsicht in die Akten – dies allerdings nur über einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin – zu erhalten.

Im Falle der Nebenklage darf der Geschädigte (Nebenkläger) – in der Regel über seinen Rechtsanwalt/seine Rechtsanwältin – auch selbst plädieren oder in bestimmten Fällen sogar ein eigenes Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.

Insgesamt ermöglicht es die Nebenklage dem Geschädigten, Einfluss auf das Strafverfahren zu nehmen, Informationen zu erhalten und seine Rechte zu vertreten. Daher rate ich im Fall meiner Beauftragung dem Geschädigten in der Regel dazu, als Nebenkläger aufzutreten, wobei ich natürlich auch als Vertreterin des Geschädigten (Nebenklägers) auftrete.